Burg Hohenecken

Burg Hohenecken - Zum Vergrößern bitte anklicken !

Geschichte:

Das genaue Gründungsdatum der Burg Hohenecken ist nicht bekannt. Der ehemals fünfseitige Bergfried und die gewaltige Schildmauer deuten auf eine Bauzeit um 1200 hin. Ihre Blüte erlebt die Burg in der Zeit der Staufer. 1668 wird sie nach längerer Belagerung durch Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz teilweise zerstört. Endgültig sprengen französische Truppen die Anlage um 1689.

Besonderheiten:

Burg Hohenecken gilt Fachleuten als eine der sehenswertesten Burgen der Stauferzeit.

Lage:

Die Burgruine Hohenecken liegt oberhalb des gleichnamigen Ortes am südwestlichen Stadtrand von Kaiserslautern.

Hohenecken

Eine der sehenswertesten staufischen Burganlagen liegt auf dem Schloßberg oberhalb des Kaiserslauterer Vorortes Hohenecken. Sie befindet sich in der für den pfälzischen Burgenbau so charakteristischen Spornlage am Ende eines Bergrückens.

Es wird oft, besonders in der älteren Literatur, vermutet, die Anlage sei unmittelbar im Anschluß an Kaiser Friedrichs I. Barbarossa Neubau der Burg in Kaiserslautern (1156) errichtet worden. Dagegen spricht allerdings der Baubefund, denn die ältesten Bauteile, die gewaltige Schildmauer und der ehemals fünfseitige Bergfried, weisen wohl eher in die Zeit um 1200.

Die Reichsministerialen von Hohenecken waren die Nachkommen jenes Ritters Reinhard von Lautern, der von König Friedrich II. 1214 mit dem Patronatsrecht zu Ramstein beschenkt worden war. Im Jahre 1216 übte Reinhard das überaus wichtige Reichsschultheißenamt in (Kaisers-)Lautern aus, das auch in den beiden nächsten Generationen in der Hand dieser Familie verblieb.

Im Gegensatz zu den vier älteren Söhnen dieses Reichsministerialen, die in hohen und höchsten Ämtern inner- und außerhalb des pfälzischen Raumes zu finden waren, blieb der jüngste, der sich ausdrücklich Siegfried von Hohenecken (Syfridus de Hoenechen) nannte, in der Heimat.
Hier finden wir ihn gleichzeitig in den Ämtern der Schultheißen von Lautern und Hagenau. Mit seinem Sohn Reinhard erreichte das Geschlecht seinen Höhepunkt, denn dieser amtierte nicht nur als Schultheiß, sondern auch als Verwalter des gesamten Reichsgutsbezirkes von Lautern. Darüber hinaus war ihm zeitweise Burg Trifels mit den dort liegenden Reichskleinodien anvertraut.

Der Niedergang der königlichen Macht beendete letztlich die glanzvolle Stellung, welche die Hohenecker in der staufischen Ära und im "Interregnum", der "königlosen Zeit", eingenommen hatten. Erhalten blieben ihnen aber bis zum Jahre 1481 ihre Haupteinnahmequellen, die besonders einträglichen Zoll- und Geleitrechte im "Lauterer Reich", die schon der Stammvater der Hohenecker im Jahre 1216 besessen hatte.
Die Nachkommen dieses Reichsministerialen- geschlechtes, das mit Philipp Karl von Hoheneck 1806 ausstarb, blieben aber der Burg, die ihnen 1277 als Reichslehen übertragen worden war, bis in das 17. Jahrhundert hinein verbunden.

Die Burg selbst erlitt ein recht wechselvolles Schicksal. Mitte des 14. Jahrhunderts bewohnten mehrere Familien die Anlage, an der das Erzbistum Mainz und die Grafen von Saarbrücken das Öffnungsrecht besaßen.
Zwischen 1394 und 1404 wurden nicht weniger als fünf Anteilseigner genannt, und zwar die Ritter Reinhard und Boemund von Hohenecken, Heinrich Kämmerer von Worms, die Herren von Scharfeneck und Gerhard von Kropsberg. Einige Jahre später scheint sich auch Kurpfalz den Zutritt zur Burg verschafft zu haben, denn im Jahre 1411 schloß der Erzbischof von Mainz einen Burgfriedensvertrag mit den Kurpfälzern auf Hohenecken.

Obwohl die Beziehungen zwischen den Hoheneckern und den Kurfürsten von der Pfalz in den folgenden Jahrzehnten recht eng waren, nutzten die Nachkommen der Reichsministerialen während des Dreißigjährigen Krieges sofort die Chance, sich ihres übermächtigen "Partners" zu entledigen. Die Verhängung der Reichsacht über den Kurfürsten war der willkommene Anlaß, sich des pfälzischen Burganteils zu bemächtigen. Versuche einer Rückgewinnung nach Beendigung des Dreißigjährigen Krieges durch Kurfürst Karl Ludwig hatten erst nach zweimaliger gewaltsamer Eroberung 1668 Erfolg, da sich die Herren von Hohenecken der Hilfe des Herzogs von Lothringen versichert hatten.

Nur wenige Jahre später sprengten während des Pfälzischen Erbfolgekrieges französische Soldaten die bereits 1688 durch kurpfälzische Belagerungsgeschütze schwer beschädigte Anlage, die nicht wieder aufgebaut wurde.

Burg Hohenecken - Zum Vergrößern bitte anklicken !
Burg Hohenecken - Zum Vergrößern bitte anklicken !

Burg Hohenecken - Zum Vergrößern bitte anklicken !

Burg Hohenecken - Zum Vergrößern bitte anklicken !

1 Bergfried
2 Schildmauer
3 Palas
4 und 5 gotische Wohngebäude
6 Renaissancetreppenturm
7 Zwinger
8 Brunnen
9 Torbau

Burg Hohenecken - Zum Vergrößern bitte anklicken !

Fotoalbum

Anfahrtsskizze

Anfahrtskizze