Die Erbauungszeit
der Wegelnburg ist mangels aussagekräftigen Urkundenmaterials
weitgehend unbekannt. Jedoch lieferte 1246 oder kurz zuvor der Tod
eines Reichsministerialen, der sich "von "Woeglenburc"
nannte und dessen Reichslehen zu diesem Zeitpunkt an die Grafen von
Leiningen überging, einen ersten Hinweis auf die Errichtung der
Burg. Darüber hinaus verweisen die erhaltenen älteren Bauteile
ebenfalls in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die
Wegelnburg, zwischenzeitlich in den Besitz der Herren von Fleckenstein
gekommen, wurde 1282 von Truppen der Stadt Straßburg und des
elsässischen Landvogtes Otto von Ochsenstein belagert und eingenommen.
Veranlaßt und erlaubt hatte Belagerung und Zerstörung König
Rudolf von Habsburg.
Bald
darauf scheinen die Burgherren die Wegelnburg wiederhergestellt zu
haben, denn bereits wenige Jahre später war die zur "Pflege
Hagenau" gehörende Burg wieder bewohnt. Um diese Zeit werden
auch Ministerialen erwähnt, die sich nach der Anlage benannten.
So wird in einer Urkunde des Klosters Weißenburg 1304 ein Siegfried
von Wegelnburg erwähnt. In einem Dokument des nahegelegenen Klosters
Stürzelbronn wird darüber hinaus 1305 Johannes von Dahn
als Burgvogt bezeichnet.
Im Jahr
1330 verpfändete Kaiser Ludwig der Bayer die Wegelnburg zusammen
mit vielen anderen Burgen und Städten an seine beiden Neffen,
die Pfalzgrafen Rudolf II. und Ruprecht I. Dieser Besitzwechsel erwies
sich als endgültig, denn die Pfandsumme wurde niemals mehr eingelöst.
Im selben Jahr gelangte die Reichspfandschaft Wegelnburg zusammen
mit den Dörfern Nothweiler, Hirschthal und Rumbach in den Alleinbesitz
Pfalzgrafen Rudolfs I., der sie wiederum den Herren von Flörsheim
übertrug. Nach 1350 gelangte die Feste an Kurfürst Ludwig
III. und dann durch Tausch 1417 an Pfalz-Zweibrücken. Die Burg
diente von nun an bis zu ihrer Zerstörung im Jahre 1689 als Sitz
eines pfälzischen Amtmannes.
Im Gegensatz
zum Dreißigjährigen Krieg, den die Burg offensichtlich
unbeschadet überstanden hatte, wurde sie nach dem Frieden von
Nymwegen von den Soldaten des französischen Generals Montclar
zerstört. Das Zerstörungswerk der Franzosen war total: man
schleifte die Fortifikationen und ebnete den Burgfelsen der Oberburg
ein.
Ausgrabungen
und keineswegs immer gelungene Restaurierungs- und Sicherungsmaßnahmen
erfolgten seit 1978.