Falkenburg

    Geschichte:

    Wie bei so vielen Burgen ist auch das Gründungsjahr der Falkenburg nicht bekannt. Als Reichsburg wird sie 1246 durch Isengard von Falkenstein an König Konrad IV. übergeben. Wechselvoll sind die anschließenden Besitzverhältnisse. 1427 wird die Burg vermessen und genau beschrieben, so dass man sich über den Zustand der Burg ein gutes Bild machen kann, ebenso durch ein Inventarverzeichnis aus dem Jahr 1593. Zu dieser Zeit ist die Falkenburg wehrtechnisch schon veraltet und dient nur noch als Verwaltungssitz. Zerstört wird die Falkenburg 1683 von französischen Truppen.

    Lage:

    Die Falkenburg liegt am Rande von Wilgartswiesen bei Hauenstein auf einem mächtigen Felsriegel.

    Falkenstein

    Ein Felsen Falkenstein wird bereits im Jahre 1019 in einer Urkunde Erzbischof Erkinbalds von Mainz erwähnt, der heute als nördlichster Grenzpunkt des Kaiserslauterer Reiches angesehen wird. Auf diesem Felsen soll um 1125 Werner I. von Bolanden, der als Gefolgsmann des Herzogs Friedrich II. von Schwaben seit 1116 in der Region nachweisbar ist, die Burg gegründet haben. Schon bald danach begegnet uns in einer Urkunde des bolandischen Hausklosters Hane aus dem Jahre 1135 mit Sigbold von Falkenstein ein erster Ministeriale, der sich nach der Burg benannte. Eigentlicher Begründer der Falkensteiner Seitenlinie der berühmten Reichsministerialen von Bolanden ist aber Philipp IV. von Bolanden, der sich erstmals 1233 in einer Urkunde ausdrücklich als "von Falkenstein" bezeichnete.

    Das Reichslehen Falkenstein, das schließlich im Jahre 1398 zur Grafschaft erhoben wurde, verblieb lange Zeit im Besitz dieses Geschlechtes. Nach dem Aussterben der Familie gelangte die Burg nach langwierigen Streitigkeiten durch Erbschaft 1420 in den Besitz der Grafen von Virneburg und 1456 von Dhaun-Oberstein. 1458 wurde das Herzogtum Lothringen zum Oberlehensherren. Von 1745 bis zum Untergang des Alten Reiches finden wir das Haus Österreich als Besitzer, welches das Oberamt Falkenstein der österreichischen Regierung in Freiburg unterstellte.

    Bereits 1604 scheint die alte Burg den Ansprüchen ihrer Bewohner nicht mehr genügt zu haben, denn die damaligen Besitzer, die Grafen von Dhaun-Falkenstein, verlegten ihre Residenz nach Winnweiler. Gleichwohl besaß der Falkenstein noch einen zumindest geringen militärischen Wert. Während des Dreißigjährigen Krieges eroberten 1631 spanische und 1632 schwedische Truppen die Befestigung. 1634 folgte die Besetzung durch lothringische Soldaten, die wiederum 1644 durch den französischen Marschall Schönbeck vertrieben wurden. Dieser ließ 1647 die gesamte Anlage sprengen.

    Mutwillige Zerstörung und der Steinraub der folgenden Jahrhunderte machten die Burg zur Ruine, die nicht wieder aufgebaut wurde. Instandsetzungs- und Umbauarbeiten erfolgten erst in den dreißiger und siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts sowie in neuester Zeit.


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