Landeck

    Geschichte: 

    Wie die meisten der pfälzischen Burgen wird die Landeck um 1200 erbaut. Ein genaues Datum ist nicht überliefert. Kriegerische Auseinandersetzungen um die Burg sind kaum bekannt, lediglich im 30-jährigen Krieg wird sie beschädigt, aber gleich wieder repariert. Geprägt wird der Bau vor allem durch die verschiedenen Besitzer. Um 1500 zum Beispiel sitzen auf der Burg Amtmänner des Pfälzer Kurfürsten, des Bischofs von Speyer und des Grafen von Zweibrücken-Bitche. Vor allem in den 60er Jahren des 20. Jhdts. wird die Burg umfangreich restauriert.

    Lage:

    Die Burg Landeck liegt westlich von Klingenmünster. Eine schmale Straße führt hinauf zur Ruine. 


    Landeck

    Wie bei fast allen pfälzischen Burgen ist auch bei Burg Landeck kein genaues Gründungsjahr bekannt. Die sichtbaren baustilistischen Merkmale verweisen jedoch auf die Zeit um 1200. Allgemein wird angenommen, daß die Burg (von den Grafen von Saarbrücken?) als Nachfolgerin für die nahegelegene, wohl in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts zerstörte Turmburg Schlössel errichtet wurde. Beide Burgen besaßen wahrscheinlich eine Schutzfunktion für das nahegelegene Kloster Klingenmünster.

    Tatsächlich erwähnt und damit sicher belegt wird Landeck allerdings erst 1237 anläßlich der Teilung der Leininger Güter zwischen Friedrich III. und Emich IV. von Leiningen. In dieser Teilung fiel die Burg mit allen Zugehörden als Reichslehen an den späteren Landvogt im Speyergau, Emich IV., der eine eigene Linie von Leiningen-Landeck begründete. Als diese Seitenlinie jedoch schon 1289 ausstarb, verlieh König Rudolf von Habsburg das an die Krone zurückgefallene Reichslehen 1290 zur Hälfte an den elsässischen Landvogt Otto von Ochsenstein. Die anderen, in Leininger Besitz befindlichen Teile Landecks gingen an die Grafen von Zweibrücken-Bitsch über.

    Seit der Mitte des 14. Jahrhunderts versuchten die Pfalzgrafen, ihre Hand auf die Burg zu legen. Dies gelang 1358/66, als die Grafen von Zweibrücken-Bitsch und Otto von Ochsenstein ihren Anteil dem Kurfürsten Ruprecht I. von der Pfalz öffneten. Darüber hinaus erhielt Ruprecht die Hälfte des Zweibrücker Anteils als Pfand. 1485 gelang den Pfalzgrafen, auch die Hälfte des Ochsensteiner Lehens in ihren Besitz zu bringen, den Rest erhielten die Bischöfe von Speyer. Um 1500 besaß die Burg einen kurpfälzischen, einen bischöflich-speyerischen und einen gräflich zweibrückischen Amtmann. Obwohl Landeck Ende des 15. Jahrhunderts ausgebaut wurde, erlitt sie im Bauernkrieg 1525 Schäden, die aber offensichtlich umgehend behoben wurden.

    1570 änderten sich die Besitzverhältnisse erneut, denn nach dem Erlöschen der Zweibrücken-Bitscher Linie fiel deren Anteil an Kurpfalz. Doch erst 1709 hatten die Kurfürsten ihr Ziel eines ungeteilten Besitzes von Burg Landeck erreicht, als das Bistum Speyer das ihm verbliebene Viertel durch Tausch aufgab. Die Kurpfalz blieb bis zur französischen Revolution Alleinbesitzer der Burg. Um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert, vor allem aber seit den sechziger Jahren wurden umfangreiche Sicherungs- und Sanierungsarbeiten durchgeführt.